Bobby Schuller im Gespräch mit dem Geschäftsmann Charles Mully

Charles Mully ist ein erfolgreicher Geschäftsmann, der in Afrika durch eine Stiftung ganz viel bewirkt. In den USA kommt bald ein Film von “Fathom Events” über sein Leben in die Kinos, mit dem Titel “Mully”. Hören Sie hier mehr von seiner eindrucksvollen Lebensgeschichte.

Von ISIS befreit und doch im Elend – Christen im Irak und Syrien – Fenster zum Sonntag

Vor drei Jahren breitete sich die Schreckensherrschaft des sogenannten Islamischen Staates im Irak und Syrien rasend schnell aus. Millionen von Menschen sahen die Bilder von flüchtenden Jesiden und Christen am Fernsehen, die nach dem Fall der Stadt Mossul auf Hügeln Zuflucht suchten und auf Hilfe warteten. Umzingelt von den Kämpfern in Schwarz. Zigtausende Menschen wurden von den Islamisten in den vergangenen Jahren im Irak und Syrien vertrieben oder brutal ermordet. Im Juli 2017 meldeten die Nachrichtenagenturen die ermutigende Nachricht, der IS sei aus der irakischen Stadt Mossul vertrieben. Doch die ehemals vom IS besetzten Gebiete sind grösstenteils zerstört und vermint. Für die vertriebenen Völkergruppen von Christen, Jesiden und Kaka‘i gestaltet sich die Rückkehr in ihre Dörfer und Städte enorm schwierig. Das Schweizer Hilfswerk «HMK Hilfe für Mensch und Kirche» half als eines der ersten, fünf Dörfer nahe Mossul wieder aufzubauen. Severiyos Aydin gründete vor sechs Jahren das Hilfswerk «Aramaic Relief». Er war dabei, als drei Tage nach der Aufgabe des IS in der Stadt Karakosch in einer zerstörten Kirche ein erster Gottesdienst gefeiert wurde. Die Lage im Irak und in Syrien ist sehr komplex. Nahostkorrespondent Pascal Weber gibt im Gespräch mit Aline Baumann Hinweise, was es brauchen würde, damit die unterschiedlichen Völker und Gruppierungen wieder friedlich nebeneinander leben könnten. Auch in Syrien sind ehemalige Hochburgen des IS gefallen. In Kobane richtet das Hilfswerk «AVC Aktion für verfolgte Christen und Notleidende» eine Bäckerei ein: 32 000 Brote werden dort jeden Tag gebacken. Und in der Nähe von Rakka platzierten sie einen «Hospitainer» – einen zur mobilen Klinik umgebauten Container. Gut geeignet, um die gebeutelte Bevölkerung mit medizinischer Hilfe zu versorgen.

Piraten in Nadelstreifen

Während fast in der gesamten Republik Staatsschulden getilgt werden, steigen sie in Hamburg und Schleswig-Holstein drastisch an. Hauptgrund ist der Niedergang der HSH Nordbank. Alte Geschäfte der staatseigenen Landesbank verursachen kurz vor deren Zwangsverkauf immer neue Verluste. Nach ZDF-Recherchen hat ein Kreditportfolio in gut 15 Monaten mehr als 700 Millionen Euro an Wert verloren. Zudem sind weitere knapp 320 Millionen Euro aus sogenannten Nautiluspaketen in dem Portfolio schon jetzt als unsicher einzustufen. Das gesamte Schiffskreditportfolio von immer noch rund 250 Schiffen wird von der HSH PM, einer Firma, die den Bundesländern Hamburg und Schleswig-Holstein gehört, verwaltet. ‘ZDFzoom’ hat erst mit einer Klage vor dem Verwaltungsgericht Schleswig die Veröffentlichung der aktuellen Werte erreicht. Offenbar sollten die schlechten Ergebnisse erst nach dem anstehenden Verkaufsverfahren der HSH Nordbank publiziert werden. Bis Ende Februar 2018 muss die gemeinsame Landesbank der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein auf Geheiss der EU verkauft werden, andernfalls erfolgt – wie schon bei der WestLB – eine Abwicklung. Der Hamburger Finanzsenator Tschentscher, SPD, bestätigt dem ZDF, dass die HSH über Landesgarantien zu Lasten künftiger Steuerzahlergenerationen gerettet wurde: ‘Wir haben die Schulden der HSH Nordbank, die Folgen sozusagen, zu tragen.’ Um nun den erzwungenen Verkauf hinzubekommen, müssen die HSH-Zahlen offenbar hübsch gemacht werden. Der Bankvorstand verkündete positive Zahlen – einen dreistelligen Millionengewinn für 2016. Prof. Peter Nippel von der Universität Kiel hat diese Zahlen untersucht und kommt zu dem Ergebnis, dass es sich im Kern um betriebswirtschaftliche Augenwischerei handelt: ‘Ohne die Garantien der Länder hätte die HSH Nordbank 2016 einen Verlust von mehr als einer Milliarde ausweisen müssen. Das ist, wenn man so will, Bilanzkosmetik zu Lasten des Steuerzahlers.’ Im gleichen Kontext muss man die aktuell publizierten Übernahmeangebote eines internationalen Finanzinvestors sehen. Die HSH war in wenigen Jahren zum grössten Schiffsfinanzierer der Welt geworden. Dafür hat die staatseigene Bank unter anderem Geld am Kapitalmarkt aufgenommen und an Reeder und Fondshäuser wiederum als Kredit ausgegeben. Seit Ausbruch der Finanzkrise vor zehn Jahren platzt eine Schiffsfinanzierung nach der anderen, auch weil in Folge der Krise der weltweite Warenfluss zeitweise ins Stocken geriet. Wären die Bundesländer nicht mit milliardenschweren Stützungsmassnahmen eingesprungen, wäre die HSH Nordbank wohl schon seit Jahren insolvent. Ergebnis für den Steuerzahler bis jetzt: Erwartete Gesamtkosten von rund 17,9 Milliarden Euro. ‘Die Kosten könnten auch noch höher ausfallen’, sagt BWL-Professor Peter Nippel von der Universität Kiel dazu gegenüber ‘ZDFzoom’. Im Vergleich wirkt der Bau der Elbphilharmonie mit Kosten von rund 0,78 Milliarden Euro wie ein Schnäppchen für den Steuerzahler. ‘ZDFzoom’ geht der Frage nach, warum Kredite in dieser Grössenordnung offenbar ohne ausreichende Sicherheiten und belastbare Businesspläne ausgegeben worden sind. Kann es sein, dass weder Reeder, Banken noch aufsichtführende Politiker das Risiko erkannt haben? Alle betonen unisono, bis 2008 konnte keiner ahnen, wie sich der Markt für Containerschifffahrt entwickeln wird. Die Recherchen von Michael Cordero und Dani Parthum belegen, dass es keine Frage war, ob, sondern wann die Schiffsfinanzierungen platzen und die geldgebenden Landesbanken in den Abgrund reissen.

Quelle: zoom.zdf.de