Ernährungswahn – Zwischen Gesundheit und Obsession

Von Lowcarb über Veganismus zu Paläo-Diäten, die Möglichkeiten, wie man sich heute ernähren kann, sind unendlich. Ein Zeitungsartikel jagt den anderen, auf Instagram, Facebook und in Chats werden neue Menus, gesunde Zutaten und hippe Diäten gepostet, dass einem der Kopf dröhnt.

Wir leben in einer Überflussgesellschaft, in der jedes Lebensmittel jederzeit erhältlich ist. Umso absurder ist es, dass parallel dazu Essstörungen, Magersucht und Übergewicht zunehmen und viele Menschen nicht mehr wissen, wie sie sich oder ihre Kinder ernähren sollen. Woran liegt das? Welche Bedeutung messen wir der Ernährung plötzlich zu und warum spielt Essen in der Gesellschaft heute eine solch grosse Rolle? Diesen Fragen geht Autorin Michèle Sauvain in ihrem neusten Film nach.

Sylwina Spiess ist achtundzwanzig und Foodbloggerin. Fast 50’000 Leute folgen ihr auf Instagram und schauen sich täglich ihre Filmchen an. Darin zeigt sie, was sie zum Frühstück kocht, aber auch wie sie mit Hyatt-Chefkoch Frank Widmer ein Tofu selbst fabriziert, oder wie sie mit ihrer Community Sport treibt oder in einem hippen Restaurant lunchen geht. Zudem ist sie für Coop das Gesicht für eine neue Werbekampagne. Dafür stellt sie sich auch mal morgens um acht Uhr aufs Bellevue und fordert Passanten zum Tanzen auf. Weil sie einen Namen in der Blogger-Szene hat, wird sie für solche Aufträge mittlerweile so gut bezahlt, dass sie davon leben kann. Das Fotomodell steht für eine neue Generation von gesunden, sportlichen und erfolgreichen Menschen. Aber sie bringt viele durchschnittliche Frauen in Not, die es punkto Aussehen mit ihr nicht aufnehmen können.

Sabrina leidet seit mehr als einem Jahr an Magersucht. Die zierliche 20-Jährige ist sportlich und hatte schon immer eine gute Figur, trotzdem liess sie sich von Instagram-Posts beeinflussen, trieb immer extensiver Sport und nahm ab um mithalten zu können, bis sie nur noch 36 Kilogramm wog. Sylwina folgt sie schon lange auf Instagram und ist überglücklich, als sie die Bloggerin zufällig trifft.

Yaren hingegen hat das umgekehrte Problem. Nachdem sie sich bereits mit vierzehn von 100 Kilo auf 54 Kilo herunter gehungert hat, steht sie heute wieder am gleichen Punkt. Sie muss abnehmen und findet endlich den Mut, die Ernährungsberaterin, die ihr damals geholfen hat, erneut um Hilfe zu bitten. Aber abnehmen und Ernährungsgewohnheiten umstellen ist mühevoll und beschwerlich, es geht nur langsam voran und die ersten 12 Kilos sieht man fast nicht, meint die 19-Jährige frustriert.

Ernährungswissenschaftlerin Marianne Botta kennt viele solche Fälle und findet, Ernährung sei heute für viele Menschen eine Art Religionsersatz geworden. Viele sähen darin eine Möglichkeit, in einer individualisierten, aber instabilen Welt Halt und Kontrolle zu finden. Die achtfache Mutter stellt vor allem auch bei Eltern eine grosse Verunsicherung fest und hält oft Vorträge in Schulen. Bei den Ernährungsberatungen und Workouts, die sie anbietet, fällt ihr aber auch auf, dass der Druck nicht nur auf den Jungen lastet. Sie hat viele Klientinnen und neuerdings vor allem auch Klienten in den 50igern. Selbst in diesem Alter scheint gesunde Ernährung für Glück zu stehen. Was kann man dieser Entwicklung entgegenhalten und wie finden wir wieder zu einer guten, aber stressfreien Ernährung zurück? Ein Film über Auswüchse einer Überflussgesellschaft und Tricks und Tipps sich von deren Nebenwirkungen zu befreien.

US & the Wall: Deportees in Mexico unwanted by either side after decades in the US

As a candidate in the 2016 presidential election, Donald Trump promised to build a wall between the US and Mexico to stem illegal immigration. The idea immediately sparked a sharp reaction, with his supporters cheering him on, and his opponents denouncing him as racist. The fierce debate has thrown a spotlight on America’s southern border, which separates not only two countries, but often families as well.

In The Mexican Wall, you’ll meet a number of people that have found themselves on opposite sides of this divide, both geographically and ideologically. On the American side, follow a group of ex-military and police volunteers called Arizona Border Recon as they patrol the desert in an attempt close off narco-traffic, while another group nearby known as Border Angels leaves water and food to ease the way of illegal crossers.

On the other side, you’ll see how those deported back to Mexico after decades living in the US must adjust to a new reality in a crime-ridden country where they know no one. Not even US military veterans are exempt from this fate if they are caught driving drunk or bounce a check. Most painful for those affected, however, is knowing that their children are growing up and parents growing old while they are stuck on the opposite side of the border with no role in their lives. Watch this new RT Docs film to see how “The Wall” has come to symbolize the widening political and ideological divisions within the US and the plight of those affected by the new president’s harsher immigration policies.

Trafficked in America – PBS

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FRONTLINE and the Investigative Reporting Program at U.C. Berkeley tell the story of Guatemalan teens forced to work against their will in the Midwest. The investigation uncovers a criminal network that exploited undocumented minors, companies that profited from forced labor and the U.S. government’s role.