Tschernobyl heute – 30 Jahre nach dem GAU – Dokumentation

Am 26.04.1986 passierte das Reaktorunglück im Reaktorblock 4 des Kernkraftwerks Lenin im ukrainischen Tschernobyl. Dabei wurden Milliarden radioaktiver Teilchen in die Erdatmosphäre geschleudert, die radioaktive Wolke aus Cäsium, Strontium und Plutonium, die sich dabei bildete, zog über ganz Europa und versetzte auch Deutschland in Angst und Sorge um die eigene Gesundheit.

Nach dem Unglück wurde eine bis heute streng bewachte Sicherheitszone im Umkreis von 30 km eingerichtet, die dort ansässigen Bewohner evakuiert. Sie kehrten nie wieder zurück in ihre Heimat, denn diese war für sie unbewohnbar geworden. Lange Zeit ging man davon aus, dass die Natur dort brachliegen, und das Leben ausgelöscht würde. Doch es gibt mittlerweile neues Leben in der Sicherheitszone: Radioaktiv verstrahlte Mäuse, die keine sichtbaren Veränderungen am Körper zeigen, und sich scheinbar bester Gesundheit erfreuen, eine vom Aussterben bedrohte Wildpferderasse, die sich munter weiter fortpflanzt und Birkenwälder, die ganze Dörfer verschlingen.