Krise in Korea: Kim gegen den Rest der Welt. (2013)

Seit Wochen provoziert der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un die Welt mit immer neuen Kriegsdrohungen; ein Ende ist nicht in Sicht. Selbst Russland und China, die letzten Verbündeten, rücken deutlich von der Regierung in Pjöngjang ab. Die internationale Staatengemeinschaft ist besorgt und reagiert — politisch und militärisch: Die USA verstärken ihr militärisches Personal und Waffenarsenal in Südkorea und auf dem Meer vor dem Land, Japan stationiert Abwehrraketen mitten in Tokio, Südkorea wirkt verunsichert und verängstigt. Authentische Bilder aus Nordkorea sind rar. Fast alles, was nach draußen dringt, wird vom Staat kontrolliert. Raketenstarts, Militärparaden, skurrile Auftritte von Kim Jong Un, dazu immer wieder martialische Texte. Die Bilder in den Nachrichtensendungen haben nur eine Botschaft: Die Atommacht inszeniert sich als potentes, waffenstrotzendes Land. Die Realität eine andere: Die Landbevölkerung ist bitterarm. Es ist nicht zu erkennen, wie der neue Machthaber sein Versprechen, dem Land zu neuer Blüte zu verhelfen, umsetzen will. Die Korrespondenten der ARD berichten aus all den Regionen, die vom aktuellen Konflikt betroffen sind: Südkorea, China, Japan und USA. Sie erklären die aktuelle Krise, befragen Experten und schildern die politischen und geschichtlichen Hintergründe.